Aussagen der FDP in der Ratssitzung zur Sekundarschule
Einer kooperativen Sekundarschule hätte der FDP einstimmig zugestimmt!
FDP lehnt einheitliche Klassenverbände bis Klasse 10 ab!
Von rund 280 befragten Eltern haben nur 22 für die Sekundarschule gestimmt!
1. Grundsätzlich
Die FDP begrüßt interkommunale Schulkooperation Anröchte-Erwitte.
2. Elternbefragung
Die Elternbefragung hat nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt.
Natürlich war es das Ziel der Verwaltung, die Anzahl von bisherigen Haupt- und Realschülern zu erreichen. Das Ziel war eine 6-zügigkeit, also min. 150 Schüler.
Von rund 280 befragten Eltern haben nur 22 mit ja gestimmt. Zudem haben 67 mit eher ja gestimmt.
Zusammen 89, das liegt nur knapp über den erforderlichen 75, die zur Gründung der Sekundarschule erforderlich sind.
3. Wie können wir mindestens 75 Anmeldungen sichern
Wir haben nach der Schulausschusssitzung am 8.12. vielen Eltern die folgende Frage gestellt: Wovon ist es abhängig, dass sie am Ende ihr Kind auch tatsächlich anmelden.
Mit ganz großer Mehrheit haben wir folgende Antworten erhalten:
a. Wir wollen neue Klassenverbände ab Klasse 7
b. Wir wollen, dass die alte Realschule Anröchte ab Klasse 7 ganz klar erkennbar ist.
c. Wir wollen deshalb die kooperative Organisationsform.
d. Da ein Beschluss der Schulkonferenz in Zukunft keine rechtliche Relevanz hat, ist der Grundsatzbeschluss des Schulträgers im Gründungsantrag für die kooperative Organisationsform von ganz besonderer Bedeutung. Warum sollte der Schulträger in zwei Jahren etwas anderes wollen als jetzt.
Wenn diese Punkte erfüllt sind, melden wir unser Kind an der Sekundarschule an.
4. Antrag zur Gründung einer Sekundarschule
Der Antrag muss bis zum 31.12. bei der Bezirksregierung gestellt sein.
Der Rat ist laut Gesetz für den Inhalt des Antrages verantwortlich. Die Verwaltung ist hier die Exekutive.
Im Antrag muss der Schulträger eine Grundsatzentscheidung treffen in welcher Organisationsform ab Klasse 7 unterrichtet wird, integriert (Klassenverbände in den Klasse 5 bis 10), teilintegriert (Klassenverbände in den Klasse 5 bis 10), kooperativ (neue leistungsorientierte Klassenverbände ab Klasse 7). Die Grundsatzentscheidung ist vom Gesetzgeber vorgesehen, damit die Eltern wissen, welchen Weg der Schulträger grundsätzlich favorisiert.
Der Antrag wurde dem Rat trotz Aufforderung nicht vorgelegt. Offensichtlich wollen Bürgermeister und Verwaltung die Richtung am Rat vorbei bestimmen.
Die FDP Erwitte hat sich für kooperativ entschieden, da es dann zu mehr Anmeldungen an der Sekundarschule kommt.
Die FDP hätte einer kooperativen Sekundarschule einstimmig zugestimmt.
Es ist ein Märchen von Verwaltung und CDU, dass die FDP grundsätzlich gegen eine Sekundarschule ist.
Steht im Antrag teilintegriert, haben wir große Sorgen um die Sekundarschule,
Nach unserer Überzeugung wird dem Elternwillen dann nicht gefolgt.
Anders gesagt, die Sekundarschule in der Organisationsform teilintegriert ist von den meisten Eltern nicht gewollt.
Viele Eltern von realschulpflichtigen Kindern sprechen dann von einer Anmeldung am Gymnasium oder der Droste-Rose-Realschule.
Sollte es entgegen alle Argumente bei der teilintegrierten Organisationsform bleiben, wird jedes Ratsmitglied der FDP-Fraktion dann selbst abwägen, wie es abstimmt.
(Nein: 4 Stimmen: Xaver Frede, Georg Husemann, Christof Rasche, Bettina Stakemeier; Enthaltung: 3 Stimmen: Werner Bielawa, Hubert Hense, Gerd, Zassenhaus; Ja: 1 Stimme: Rudolf Jaschke)
5. Verfahren zur Gründung der Sekundarschule
Natürlich müssen wir auch ansprechen, dass wir mit dem Verfahren nicht einverstanden sind.
Zunächst haben wir wichtige Botschaften der Verwaltung aus der Zeitung erfahren. Hier sollten Fakten geschaffen werden.
Dann wurden wir einseitig, bzw. zielorientiert, informiert.
In Ausschuss und Rat wurde oft unter Mitteilung von Verwaltung sehr umfangreich informiert und ein eigener Tagesordnungspunkt, wo man zahlreiche Fragen stellen kann, vermieden.
Teilweise mit sehr merkwürdigen juristischen Argumenten.
In zwei öffentlichen Sitzungen wurden die Ratsmitglieder sogar falsch informiert
24.05.2011 Frage zur Abstimmung der Schulkonferenz Anröchte,
24.11.2011 Frage zur Abstimmungsergebnis der Elternbefragung,
Das kritisieren wir und sprechen es offen an. Wir haben hier schon einmal gesagt, mit einseitigen Informationen können wir die Eltern nicht überzeugen.
Hinzu kommt, dass dem Rat der Gründungsantrag nicht vorgelegt wurde. Ein unglaublicher Vorgang.
Stellen Sie sich vor, der Rat müsste einen Bebauungsplan beschließen, der überhaupt nicht vorliegt.
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