Archiv 2009
05.05.2009
„Bedeutung ist eindeutig klar“
Diskussion am runden Tisch (v.l.) Landtagsabgeordneter Christof Rasche, die Bürgermeister Heinrich Holtkötter und Wolfgang Fahle, NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper und Bürgermeister Christof Sommer. Foto: Görge (Der Patriot)
Verkehrsminister Lutz Lienenkämper diskutierte auf Einladung von Christof Rasche mit den Bürgermeistern Fahle, Holtkötter und Sommer über die B55n
ERWITTE Absolut gerichtsfest - so wünschen sich die Kommunen Erwitte, Anröchte und Lippstadt und das Land NRW den nächsten Planfeststellungsbeschluss für die B55n. Das machten gestern am späten Nachmittag auf Einladung des heimischen FDP-Landtagsabgeordneten Christof Rasche die Bürgermeister Wolfgang Fahle (Erwitte), Heinrich Holtkötter (Anröchte) und Christof Sommer (Lippstadt) im Gespräch mit dem neuen NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) deutlich. Lienenkämper hatte auf dem Weg zum Phillipsessen in Soest eigens einen Abstecher nach Erwitte gemacht, um für zwei Stunden verkehrspolitische Themen vor Ort zu besprechen.„Unser Ziel muss es nun sein, Fehler und weitere Verzögerungen hinsichtlich der B55n zu vermeiden“, machte Rasche deutlich. Daher sei es umso wichtiger, die notwendigen Artenschutzprüfungen (laut Rasche müssen aktuell Auswirkungen auf 48 Arten untersucht werden) abzuwarten. Ebenso sprachen die Politiker an, dass im Sinne eines wasserdichten Beschlusses auch mögliche Alternativtrassen überprüft werden müssen. Laut Christof Rasche werde in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Kommunen, von StraßenNRW und des Landes sowie externem Sachverstand regelmäßig am Thema B55n gearbeitet.
„Für die Kommunen ringsum ist die B55 ein regionales Problem, für uns in Erwitte vor allem auch ein städtebauliches“, erklärte Wolfgang Fahle. Daher trage er den Wunsch an den Verkehrsminister heran, die Erwitter weiter in der Sache zu unterstützen. Auch Fahle sprach in diesem Zuge das Thema „gerichtsfester Beschluss“ an. „Es geht darum, diesen Wunsch, den wir alle hier am Tisch hegen, nach Düsseldorf zu transportieren“, erklärte zudem Christof Sommer aus Lippstädter Sicht, während Heinrich Holtkötter beschrieb, dass in Anröchte die alte B55 noch immer als Schleichweg genutzt werde - „ein Zustand, der sich erst dann ändert, wenn die B55n kommt“.
Verkehrsminister Lutz Lienenkämper ließ dazu wissen, dass es gut sei, sich auch über die Aktenlage hinaus vor Ort ein Bild zu machen. „Die Bedeutung der Straße ist eindeutig klar“, so der Minister. Seitens des Landes NRW werde damit klar dokumentiert, dass es die Maßnahme „B55n“ mittrage. Derweil räumte Christof Rasche ein: „Ich habe mein Ziel, die Verkehrsprobleme in Erwitte mit einem Spatenstich zu lösen, bislang nicht erreicht. Aber ich arbeite weiter daran.“
Zur B1n hieß es, dass bis 2015 keine Entwicklungen zu erwarten seien. Grund sei, dass die Maßnahme 2002 auf Bundesebene aus dem vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans, der bis 2015 Gültigkeit hat, genommen worden sei.
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