FDP berät sehr ausführlich die Schulkooperation Anröchte-Erwitte
Eine Auflösung der Realschule ohne Not, gegen den Willen von Lehrern, Schülern und Eltern darf es nicht geben
In ihrer Stadtverbandsversammlung am 12.10. im Hotel Büker fasste die FDP den folgenden Beschluss zur Schulkooperation Anröchte-Erwitte.
1.
Die FDP steht der Sekundarschule offen gegenüber um demographische Probleme an den Hauptschulen zu begegnen.
Eine prinzipiell neue Schulstruktur ist nicht unser Ziel.
Im Gegenteil, denn beide Hauptschulen und die Realschule haben bisher gut gearbeitet.
2.
Für eine endgültige Entscheidung muss der rechtliche Rahmen vorliegen, also Gesetz und Verordnungen. Das ist bisher nicht der Fall.
Umfangreiche Information - auch über Alternativen - ist zwingend erforderlich
3.
Der Rat der Stadt hat immer gesagt, Voraussetzung einer neuen Schule ist, dass Lehrer, Eltern und Schüler die neue Schulform unterstützen.
4.
Neben der Entscheidung, ob ab der Klasse 7 integrativ, teilintegrativ oder kooperativ unterrichtet werden soll, können alle Beteiligten im Wesentlichen zwischen 2 Alternativen entscheiden.
A. Eine Sekundarschule mit allen drei Schulen.
B. Eine Sekundarschule zunächst mit beiden Hauptschulen, die Realschule kommt hinzu, wenn es die Entwicklung notwendig macht.
Christof Rasche: „Die Möglichkeit dieser Alternativen wurde ausdrücklich vom Schulexperten der CDU Landtagsfraktion Klaus Kaiser bestätigt“.
Eine Auflösung der gut funktionierenden Realschule würde ohne Not geschehen. Dieser Schritt ist aus Sicht der FDP nur möglich, wenn es Lehrer, Schüler und Eltern, also die Schulkonferenz, wollen.
Eine Auflösung der Realschule gegen den Willen von Lehrern, Schülern und Eltern wäre ein Unding, und würde der bisherigen Argumentation des Rates widersprechen.
5.
Bettina Stakemeier: „Ich teile nicht die extrem optimistischen Prognosen, die zuletzt veröffentlich wurden. Schon jetzt sagen viele Erwitter Eltern von Kindern mit Realschulempfehlung, dass sie diese entweder zum Gymnasium Erwitte oder zur Realschule nach Lippstadt schicken. Sie gehen davon aus, dass sich im Vergleich die Qualität an der Sekundarschule erheblich verschlechtert. Hubert Hense: „Eine umfangreiche schriftliche Information für Eltern, Schüler und Lehrer – auch über Alternativen – ist aus Sicht der FDP zwingend erforderlich“.
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