Qualität des Unterrichts sichern
FDP weist Vorwürfe der BG zurück, natürlich muss der Zeitplan überdacht werden.ERWITTE. Das war ein „typischer Strauch“, da werden Halb- und Unwahrheiten, sowie persönliche Angriffe gemischt und fertigt ist die BG-Pressemitteilung gegen die FDP, so die Erwitter Liberalen. Werner Bielawa: „Der Stadtrat entscheidet erst am 19. Juli, ob die Gemeinschaftsschule kommt, oder nicht, deshalb ist uns eine sachliche Information der Bürger besonders wichtig. Die Behauptungen der BG können wir nicht kommentarlos stehen lassen. “
1. Die BG behauptet mit Blick auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg, die Situation in Finnentrop sei mit der in Erwitte und Anröchte nicht vergleichbar. Diese Aussage ist falsch.
Das Gericht kam zu dem Schluss, die Genehmigung der Gemeinschaftsschule in Finnentrop sei grundsätzlich rechtswidrig, da das Schulgesetz des Landes nicht beachtet wurde. Sollte das Oberverwaltungsgericht dieses Urteil bestätigen, ist die Grundlage für sämtliche Gemeinschaftsschulen in NRW entzogen.
2. Die BG behauptet, die FDP habe in der Schulausschusssitzung am 14. März keine inhaltlichen Zweifel an der Gemeinschaftsschule geäußert. Diese Aussage ist falsch.
Die FDP hat in der Sitzung am 14. März, sowie in allen weiteren Sitzungen sehr deutlich ihre Zweifel an der Gemeinschaftsschule geäußert. Die FDP hat trotzdem dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt, da dieser ausdrücklich aussagt, dass eine Entscheidung erst am 19. Juli im Stadtrat getroffen wird und bis dahin wichtige Entscheidungsgrundlagen wie das Konzept und das Ergebnis der Elternbefragung vorliegen.
3. Die BG behauptet, die FDP wolle auf eine neue Schulform in Anröchte und Erwitte verzichten und damit alles beim Alten belassen. Diese Aussage ist falsch.
Die FDP hat sich immer für eine Kooperation der beiden Schulträger Erwitte und Anröchte im Bereich der Sekundarstufe I ausgesprochen, jedoch noch nicht entschieden, ob die Verbundschule oder die Gemeinschaftsschule der richtige Weg für die Kooperation ist.
4. Die BG behauptet, die FDP sei nicht richtig informiert oder nicht verlässlich. Diese Aussage ist falsch.
Die FDP verfolgt überaus verlässlich ein Ziel, die Qualität des Unterrichts sichern. Hubert Hense sagte am 14. März: „Die FDP wird nicht den dritten Schritt vor dem ersten tun und sich - ohne dass alle Entscheidungsgrundlagen vorliegen - für die Gemeinschaftsschule entscheiden.“ Wie kann sich eine BG schon jetzt für eine Gemeinschaftsschule aussprechen, obwohl zentrale Entscheidungsgrundlagen noch nicht vorliegen.
5. Die BG behauptet, es gebe keine ernstzunehmende Alternative zur Gemeinschaftsschule. Diese Aussage ist falsch. Der Gesetzgeber sieht ausdrücklich die Verbundschule als Alternative zur Gemeinschaftsschule vor.
6. Die BG behauptet, alle Schulleiter der beiden Gemeinden haben sich für die Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Diese Aussage ist falsch.
Die beiden Schulleiter der Hauptschulen haben sich für die Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Der Schulleiter der Realschule hat seine Zustimmung mit Bedingungen verbunden, die nicht erfüllt werden. Stellungnahmen der Schulleiter des Gymnasiums und der Grundschulen liegen nicht vor.
Hubert Hense: „Die BG ist für ihre persönlichen Angriffe bekannt. Mal trifft es Mitarbeiter der Verwaltung, dann Kollegen der anderen Fraktionen, jetzt ist es Christof Rasche. Die Aussage „Äußerungen der Rasche-FDP“ ist lächerlich. Gute Kommunalpolitik ist auch eine Frage des Charakters.“
Am 4. Mai um 18.30 Uhr im Gasthof Stratmann findet eine gemeinsame Sitzung der Liberalen aus Erwitte und Anröchte statt, in der die Interessen der beiden Kommunen abgewogen und insbesondere die Folgen des Urteils des Verwaltungsgerichts Arnsberg besprochen werden. Die Erwitter FDP will ausdrücklich das Erwitter Gymnasium sichern, während die Erwitter BG noch im Februar sagte: „Die BG-Fraktion kann sich vorstellen, das Gymnasium mit in eine Gemeinschaftsschule einzubeziehen.“
Bettina Stakemeier: „Wie die Landesverbände der Lehrer von Gymnasien und Realschulen der Gemeinschaftsschule ablehnend gegenüberstehen, äußern auch vermehrt Lehrer des Erwitter Gymnasiums und der Anröchter Realschule ihre erheblichen Zweifel an dieser neuen Schulform. Natürlich muss der Zeitplan aufgrund des Arnsberger Urteils überdacht werden.“
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