Verbundschule oder Gemeinschaftsschule
Hubert Hense: Für die FDP gibt es keine DenkverboteERWITTE: Die FDP hat sich noch nicht entschieden, ob die Verbundschule oder die Gemeinschaftsschule der richtige Weg für die Kooperation der beiden Schulträger Erwitte und Anröchte im Bereich der Sekundarstufe I ist.
Wichtige Informationen wurden erst in der Schulausschusssitzung am 14. März vorgelegt, diese müssen jetzt in den Gremien der FDP beraten werden.
Zudem hat die Verwaltung am 14. März einige Arbeitsaufträge erhalten, deren Ergebnisse für die FDP eine wichtige Entscheidungsgrundlage sind. Der noch abzufragende Elternwille ist ebenfalls ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Ebenso erwartet die FDP konkrete Stellungsnahmen der Grundschulen und des Gymnasiums.
Hubert Hense: „Die FDP wird nicht den dritten Schritt vor dem ersten tun und sich - ohne dass alle Entscheidungsgrundlagen vorliegen - für die Gemeinschaftsschule entscheiden. Wir sind uns zudem nicht sicher, ob die Qualität des Unterrichts bei einer Gemeinschaftsschule gesichert ist. Ist es sinnvoll, dass Haupt- und Realschüler zukünftig in den Jahrgangsstufen 5 und 6 in einer Klasse nach gymnasialen Standards unterrichtet werden? Überfordert die zweite Fremdsprache in der Klasse 6 die Hauptschüler?“ CDU, SPD und BG haben sich bereits am 14.3. auf die Gemeinschaftsschule festgelegt.
Für die FDP steht zum jetzigen Zeitpunkt fest:
Das Gymnasium wird nicht angetastet.
Wir lehnen eine Gemeinschaftsschule nicht grundsätzlich ab.
Die FDP hat dem Beschlussvorschlag der Verwaltung am 14. März zugestimmt, da dadurch die notwendigen Informationen für eine Entscheidung erarbeitet werden und der Beschlussvorschlag ausdrücklich vorsieht, dass erst der Rat endgültig entscheidet. Die von der Verwaltung gewünschte Formulierung unter arabisch 2: „… das Modell einer Gemeinschaftsschule wird favorisiert …“ ist für die FDP keine Vorentscheidung.
Hubert Hense: „Für die FDP gibt es keine Denkverbote, wir werden rein sachlich entscheiden, wenn alle Informationen vorliegen.“
Ist die Gemeinschaftsschule ein Risiko für das Erwitter Gymnasium?
In der gemeinsamen Schulausschusssitzung lehnte die Realschule Anröchte das vorgelegte Modell der Gemeinschaftsschule ab. Die Realschule forderte, dass die Gemeinschaftsschule nur in Anröchte realisiert und mittelfristig um die Sekundarstufe II ergänzt wird. Anröchter Schüler würden dann ihr Abitur in Anröchte machen. Grundsätzliches Ziel von Landes- und Bezirksregierung sind Gemeinschaftsschulen incl. Sekundarstufe II. Kurzfristiges Ziel der Regierung für Anröchte und Erwitte scheint die Gemeinschaftsschule ohne Sek. II zu sein, um zunächst diesen Schultyp zu sichern. Wenn in einigen Jahren die Forderung der Regierung um eine Ergänzung mit der Sekundarstufe II erfolgt, kann sich Anröchte dieser Forderung kaum entziehen. Insbesondere dann, wenn aufgrund von zurückgehenden Schülerzahlen die Räumlichkeiten in Anröchte ausreichen. Das Erwitter Gymnasium würde dann zwischen Lippstadt und Anröchte aufgerieben. Bei einer Verbundschule würde diese Möglichkeit ausgeschlossen.
Es gibt noch viel Gesprächsbedarf, wir sollten uns die notwendige Zeit nehmen.
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