Archiv 2009
30.01.2009
Verfahren wird die B55n bestätigen
"Wir halten an den Planungen der Westumgehung B55n in Erwitte wird bisher geplant fest", so Verkehrsminister Oliver Wittke; "Ich empfehle der Stadt dringend, an der Westumgehung festzuhalten, denn das weitere Verfahren wird diese wichtige Umgehungsstraße bestätigen.
Die Aussage des BI-Vorsitzenden Georg Knoop, "die Straße wird so nicht gebaut", entbehrt jeder Grundlage, so das Ministerium für Bauen und Verkehr.
Es ist allerdings sehr verständlich, dass die Erwitter Bevölkerung äußerst sauer ist, dass es durch die BI Stirpe erneut zu Verzögerungen kommt. Berlin und Düsseldorf wollen die Straße so schnell wie möglich bauen, die Probleme entstehen durch Initiativen, die leider aus Erwitte organisiert werden.
Richtig ist, das Ministerium bearbeitet die Eingaben zum ergänzenden Planfeststellungsverfahren. Ziel ist es, das der nächste Planfeststellungsbeschluss auch in einem wahrscheinlichen Gerichtverfahren Bestand hat. Deshalb müssen nicht nur die gesetzlichen Vorgaben beachtet, sondern insbesondere aktuelle Gerichtsurteile berücksichtigen werden. In einem aktuellen Urteil zu der Maßnahme hessisch Lichtenau wurden die Anforderungen zur Artenschutzuntersuchung wesentlich erhöht, so dass wir diese neuen Anforderungen für einen Erfolg vor Gericht berücksichtigen müssen. Gezwungenermaßen wir diese Artenschutzuntersuchung von Februar bis November 2009 erfolgen. Ebenso muss der Vorschlag der BI für eine Ostumgehung bewertet werden, dieses verursacht jedoch keine weiteren Verzögerungen.
MdL Christof Rasche ist stinksauer über die rücksichtslosen Eingaben der BI Stirpe, die erneut zu Verzögerungen führen. "Es geht der BI doch nicht um Umweltschutz, im Gegenteil, denn sie missbraucht den Umweltschutz um persönliche Ziele zu erreichen".
Zudem ärgert den Verkehrsexperten der FDP Landtagsfraktion die bewusste Verunsicherung der Erwitter Bevölkerung: "Es war immer ein wesentlicher Ansatz der BI Stirpe, die Bürgerinnen und Bürger durch Halbwahrheiten und Falschinformationen zu verunsichern".
Die Ostumgehung von Erwitte wäre nach Auffassung von Rasche eine Katastrophe für Erwitte und Bad Westernkotten. Die BI Stirpe hat eine Trasse gesucht, die kaum Schwierigkeiten mit Vogelschutzgebieten hat, das ist ihr auch gelungen. Städtebauliche Aspekte, erhebliche Gefahren für den Kurort Bad Westernkotten, eine im Vergleich viel größere Belastung der Bevölkerung von Erwitte und Bad Westernkotten, sowie eine weit geringere verkehrliche Entlastung von Erwitte und der Stirper Hauptstraße interessieren die BI Stirpe offensichtlich in keiner Weise.
Die Ostumgehung zwischen Erwitte und Bad Westernkotten müsste als vierspurige Straße mit Mittelgrünstreifen gebaut werden, ein Autobahn. Weit näher an den Wohngebieten Lönsstraße, Jägerpfad, Alter-Berger-Pfad und Schiebenkämperfeld als die Westumhegung Stirpe tangiert.
Der CDU Landtagsabgeordnete Werner Lohn: "Es ist kaum vermittelbar, dass die für Erwitte und die Region immens wichtige B55n von einer Minderheit schon seit Jahren verzögert wird.
Jetzt geht es einmal mehr darum, das Planfeststellungsverfahren gerichtsfest zu machen, aber auch darum die bewussten Fehlinformationen durch die BI richtig zustellen. Die aktuelle sachliche Stellungnahme von Verkehrsminister Oliver Wittke macht klar, dass es mit der B55n weiter geht.
zurück | Druckversion | Seite weiterempfehlen | Zum Seitenanfang